Wusstest du, dass Erdnüsse auch in hochwertiger Kosmetik enthalten sind?

Genauer gesagt Erdnussöl! Statt auf Paraffine, die aus Erdöl gewonnen werden, setzen Kosmetikhersteller immer mehr auf Öle aus der Natur. Kokos, Leinsamen, Gänseblümchen, Argan - und Erdnuss! Das Öl der kleinen Hülsenfrucht findet sich in Shampoos, Spülungen, Duschgels, Cremes und Massageölen - und sogar in Lippenpflegestiften mit Erdnussbuttergeschmack. In der Kosmetik hat es zwei Aufgaben. Erstens fungiert es als hautpflegendes Mittel. Zweitens aber auch als Lösungsmittel. Raffiniertes Erdnussöl wird aus den geschälten Samen von Arachis hypogaea gewonnen, so der botanische Name der Erdnuss. Wer also auf seiner Kosmetik nach Erdnuss sucht: Einfach die Packung nach dem Wortbestandteil "Arach-" scannen!

Erdnussöl: Naturmittel für Haar und Haut

Neben raffiniertem wird auch hydriertes Erdnussöl in Kosmetik eingesetzt. Es ist nicht mehr flüssig, sondern besteht nach der Verarbeitung aus einer gelblichen, weichen Masse, die zu einer Flüssigkeit schmilzt, wenn sie warm wird. Die Masse ist (ähnlich wie Butter) nicht wasserlöslich und heißt Erdnussfett. Übrigens: Das wird auch zum Backen eingesetzt. Schon in den 20er Jahren gab es Haaröl auf der Basis von Erdnussöl - in einer Rezeptur, wie sie bis heute von einem großen Naturkosmetikhersteller vertrieben wird. Der Grund: Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren aus dem Öl sollen zu einer intakten Haarstruktur und Hautbarriere beitragen. Geschädigtes Haar oder angegriffene Haut soll mit Feuchtigkeit versorgt werden. Ein Geschenk der Natur, verpackt in Tiegel und Flaschen.